K2VITAL – Studien und Forschung
Inhaltsstoff · Vitamin K2 als MK-7
K2VITAL: Studien und Forschung
K2VITAL bezeichnet einen Markenrohstoff für Vitamin K2 in Form von Menaquinon-7 (MK-7). Diese Sammlung ordnet Veröffentlichungen dem untersuchten Inhaltsstoff zu und berücksichtigt die jeweils verwendete Variante, etwa DELTA oder MCT.
So ist die Forschung einzuordnen: Bessere Vitamin-K-Statusmarker bedeuten nicht automatisch weniger Frakturen, Verkalkung oder Erkrankungen. Mehrere Arbeiten stammen aus denselben Studienprogrammen. Bei gemeinsamer Gabe von K2 und D3 lässt sich der Effekt nicht K2 allein zuschreiben. Positive und nicht signifikante Ergebnisse werden gleichermaßen erfasst.
Aufnahme und Vitamin-K-Status
Vergleich von MK-7-Zubereitungen und Untersuchungen zu biochemischen Statusmarkern.
Aufnahme und biologische Aktivität von synthetischem MK-7
Untersuchtes Material: K2VITAL · synthetisches MK-7
Zwei Untersuchungen bei gesunden Erwachsenen: einmalige 180 µg MK-7 im Crossover-Vergleich und tägliche 45, 90 oder 180 µg über 43 Tage im Vergleich mit fermentiertem MK-7 bzw. Placebo.
Ergebnisse und Einordnung
Ergebnisse: Die Autoren berichten vergleichbare Bioverfügbarkeit anhand der Fläche unter der Konzentrationskurve sowie verbesserte Osteocalcin-Carboxylierung bei 180 µg.
Grenzen: Kurze Untersuchungen mit kleinen Gruppen und Biomarkern; keine Prüfung von Frakturen oder Herz-Kreislauf-Ereignissen. Herstellerbeteiligung. Online 2016, Zeitschriftenausgabe 2017.
MK-7-Tabletten im Vergleich mit vitamin-K-reicher Ernährung
Untersuchtes Material: K2VITAL DELTA
Hämodialysepatienten erhielten in wechselnder Reihenfolge sechs Wochen lang 360 µg MK-7 täglich und sechs Wochen eine vitamin-K-reiche Ernährung; dazwischen lag eine Auswaschphase.
Ergebnisse und Einordnung
Ergebnisse: Unter MK-7 sanken dp-ucMGP und uncarboxyliertes Osteocalcin signifikant. Die Ernährungsintervention zeigte bei diesen Markern keine signifikante Veränderung.
Grenzen: Kleine, kurze Pilotstudie; untersucht wurden Statusmarker, keine klinischen Langzeitendpunkte. Nicht auf die Allgemeinbevölkerung oder jede Ernährungsweise übertragbar.
RenaKvit: Knochen, Gefäße und Gerinnung bei Dialyse
Drei Veröffentlichungen desselben Studienprogramms. Die Gefäßuntersuchung betrifft eine Teilkohorte; die Arbeiten sind keine drei unabhängigen Studien.
RenaKvit: Gefäßverkalkung und arterielle Steifigkeit
Untersuchtes Material: K2VITAL DELTA
48 Dialysepatienten; 360 µg MK-7 täglich oder Placebo über zwei Jahre.
Ergebnisse und Einordnung
Ergebnisse: Der Vitamin-K-Status verbesserte sich. Für die untersuchten Verkalkungs- und Steifigkeitsparameter wurde kein signifikanter Vorteil gegenüber Placebo nachgewiesen.
Grenzen: Viele Ausfälle und kleine Stichprobe. Gefäßanalyse des RenaKvit-Programms, keine unabhängige Wiederholung der nachfolgenden Knochenstudie.
RenaKvit: Knochendichte bei Dialysepatienten
Untersuchtes Material: K2VITAL DELTA · RenaKvit
123 Dialysepatienten; 360 µg MK-7 täglich oder Placebo über zwei Jahre. Knochendichte an mehreren Skelettregionen.
Ergebnisse und Einordnung
Ergebnisse: Die Knochendichte nahm am distalen Radius stärker ab, während der Rückgang an der Lendenwirbelsäule verhindert wurde. An anderen Messorten zeigte sich kein signifikanter Effekt.
Grenzen: Insgesamt stützen die Ergebnisse keine Anwendung zum allgemeinen Knochenerhalt bei Dialyse. Hohe Ausfallrate; keine gesicherte Frakturprävention. Online 2022, Ausgabe 2023.
RenaKvit: Gerinnungsmarker nach einem Jahr
Untersuchtes Material: K2VITAL DELTA · RenaKvit
RenaKvit-Kohorte mit 123 randomisierten Dialysepatienten; 360 µg MK-7 täglich oder Placebo. Gerinnungsmarker wurden nach 52 Wochen verglichen.
Ergebnisse und Einordnung
Ergebnisse: Bei den untersuchten Gerinnungsaktivierungsmarkern und Gerinnungsfaktoren wurde kein prokoagulatorischer Effekt festgestellt; der Vitamin-K-Status verbesserte sich.
Grenzen: Sekundäranalyse derselben RenaKvit-Kohorte. Kein Nachweis universeller Sicherheit und keine Aussage zur gleichzeitigen Einnahme von Vitamin-K-Antagonisten. Online 2023, Ausgabe 2024.
AVADEC: Herz und Gefäße
Eine Hauptarbeit und zwei weitere Auswertungen derselben Studienfamilie mit gemeinsamer Gabe von K2 und D3.
AVADEC: Aortenklappenverkalkung
Untersuchtes Material: K2VITAL DELTA + Vitamin D3
365 Männer mit Aortenklappenverkalkung in der veröffentlichten Hauptanalyse; täglich 720 µg MK-7 plus 25 µg Vitamin D3 oder Placebo für 24 Monate.
Ergebnisse und Einordnung
Ergebnisse: Die Kombination verlangsamte die Aortenklappenverkalkung nicht signifikant. Der Vitamin-K-Statusmarker dp-ucMGP verbesserte sich.
Grenzen: Gemeinsame Gabe von K2 und D3: Ein eigenständiger K2-Effekt lässt sich nicht ableiten. Untersucht wurden ältere Männer mit bestehender Verkalkung.
AVADEC: Koronarverkalkung und Plaques
Untersuchtes Material: K2VITAL DELTA + Vitamin D3 · AVADEC
Analyse von 304 Männern ohne bekannte ischämische Herzerkrankung; AVADEC-Intervention mit 720 µg MK-7 plus 25 µg D3 täglich über zwei Jahre.
Ergebnisse und Einordnung
Ergebnisse: Insgesamt zeigte sich keine signifikante Verringerung der mittleren Koronarverkalkungsprogression. Einzelne Untergruppen zeigten günstigere Ergebnisse.
Grenzen: Untergruppenbefunde sind bestätigungsbedürftig. Sekundärauswertung von AVADEC, keine unabhängige zusätzliche Studie. K2 und D3 wurden gemeinsam gegeben.
AVADEC: Herzfettgewebe und Entzündung
Untersuchtes Material: K2VITAL DELTA + Vitamin D3 · AVADEC
AVADEC-Auswertung nach 24 Monaten kombinierter Supplementierung mit 720 µg MK-7 und 25 µg D3 täglich bzw. Placebo; CT-Messungen des Herzfettgewebes und Entzündungsmarker.
Ergebnisse und Einordnung
Ergebnisse: Trotz verbesserter Vitaminstatusmarker wurden keine signifikanten Effekte auf die untersuchten Fettgewebs- und Entzündungsparameter nachgewiesen.
Grenzen: Dieselbe Studienfamilie wie die beiden vorstehenden Veröffentlichungen. Bildgebung und Biomarker ersetzen keine klinischen Endpunkte; kein isolierter K2-Vergleich.
Weitere Humanforschung
Untersuchungen zur Muskelregeneration und zu COVID-19. Die spezifischen Populationen, Vergleichsgruppen und Endpunkte sind für die Interpretation entscheidend.
TAKEOVER: Erholung nach Krafttraining
Untersuchtes Material: K2VITAL · im Studienprotokoll als DELTA angegeben
71 gesunde jüngere und ältere Erwachsene schlossen die Untersuchung ab; 240 µg MK-7 täglich oder Placebo über zwölf Wochen.
Ergebnisse und Einordnung
Ergebnisse: Der Vitamin-K-Status verbesserte sich, die Erholung von Muskelkraft, körperlicher Funktion und Muskelkater jedoch nicht eindeutig. Explorative Befunde bei Älteren betreffen einzelne neuromuskuläre Marker.
Grenzen: Untergruppen- und Mehrfachanalysen benötigen Bestätigung. Keine gesicherte Verbesserung der sportlichen Regeneration; überwiegend gesunde Teilnehmende.
Vitamin-K-Status bei stationärer COVID-19
Untersuchtes Material: K2VITAL DELTA
40 sauerstoffpflichtige Krankenhauspatienten; 999 µg MK-7 täglich oder Placebo bis zur Entlassung, maximal 14 Tage, zusätzlich zur üblichen Behandlung.
Ergebnisse und Einordnung
Ergebnisse: Dp-ucMGP nahm unter MK-7 stärker ab. Für Lungenentzündungsschwere und zirkulierendes IL-6 wurde kein Effekt nachgewiesen.
Grenzen: Kleine und kurze Untersuchung bei schwer erkrankten Patienten. Verbesserte Statusmarker belegen keine Behandlung oder Prävention von COVID-19.
Long COVID: Kombination von MK-7 und Vitamin D3
Untersuchtes Material: K2VITAL MCT + Vitamin D3
151 Erwachsene; 240 µg MK-7 plus 2.000 IE D3 täglich über 24 Wochen oder Standardversorgung.
Ergebnisse und Einordnung
Ergebnisse: Die Autoren berichten günstigere Verläufe des Long-COVID-Index, der Symptomzahl und einzelner Entzündungs- und Darmbarrieremarker gegenüber Standardversorgung.
Grenzen: Ein Zentrum, keine Placebokontrolle und gemeinsame Gabe von K2 und D3. Die Ergebnisse lassen sich keinem einzelnen Vitamin zuordnen; Bestätigung in weiteren Studien erforderlich.
Studienprotokolle und geplante Fragestellungen
Diese Veröffentlichungen beschreiben Forschungspläne und enthalten keine Ergebnisnachweise. Das TAKEOVER-Protokoll gehört zur oben aufgeführten Ergebnisarbeit.
TAKEOVER: ursprünglicher Studienplan
Untersuchtes Material: K2VITAL 0,2 % DELTA
Geplanter doppelblinder Vergleich von 240 µg MK-7 täglich mit Placebo über zwölf Wochen bei jüngeren und älteren Erwachsenen.
Ergebnisse und Einordnung
Ergebnisse: Beschreibt Hypothesen, Untersuchungsablauf und Endpunkte. Die spätere Ergebnisveröffentlichung von 2026 ist oben separat erfasst.
Grenzen: Das Protokoll ist keine zusätzliche Wirksamkeitsstudie und wird nicht als unabhängiger Ergebnisnachweis gezählt.
InterVitaminK: Herz, Stoffwechsel und Knochen
Untersuchtes Material: K2VITAL DELTA · Studienregister NCT05259046
Geplant: 450 Männer und Frauen im Alter von 52–82 Jahren; 333 µg MK-7 täglich oder Placebo über drei Jahre. Primärer Endpunkt: Koronarverkalkungsprogression.
Ergebnisse und Einordnung
Ergebnisse: Diese Veröffentlichung erläutert das Studiendesign sowie geplante Messungen von Gefäßen, Stoffwechsel und Knochendichte.
Grenzen: Die hier verlinkte Arbeit enthält keine Wirksamkeitsergebnisse. Der Publikationsstatus darf nicht mit einem positiven Studienausgang gleichgesetzt werden.
PD-K2: Parkinson und mitochondriale Funktion
Untersuchtes Material: K2VITAL
Geplant: 130 Teilnehmende mit genetischen oder sporadischen Parkinsonformen bzw. gesunde Kontrollen; 1 mg MK-7 täglich oder Placebo für sieben Tage.
Ergebnisse und Einordnung
Ergebnisse: Beschreibt eine Untersuchung mitochondrialer Funktion mittels Bildgebung und weiterer Messverfahren.
Grenzen: Hypothesengenerierender Studienplan; kein Beleg einer klinischen Verbesserung oder Behandlung von Parkinson.
Wissenschaftliche Information zum Inhaltsstoff, ohne Produktverknüpfungen. Die Studienmengen sind Beschreibungen der Forschung und keine Einnahmeempfehlungen. Erkrankungen und eine Supplementierung unter Vitamin-K-Antagonisten gehören in ärztliche Abstimmung.